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Opferschutz

Die Beratungsstelle hat im Jahr 2001 im Rahmen eines Projektes gemeinsam mit der Opferschutzbeauftragten der Polizei Bonn den Arbeitskreis Opferschutz Bonn/Rhein-Sieg gegründet. Mittlerweile ist  der Arbeitskreis ein großes Netzwerk von rund 50 Institutionen und Fachkräften, die mit Gewaltopfern arbeiten oder sich für deren Belange einsetzen. Ziel des Arbeitskreises ist die Verbesserung der Hilfestrukturen für Opfer von Gewalttaten. Geleitet wird er von einem multiprofessionellen Organisationsteam, die Geschäftsführung liegt bei der Beratungsstelle.
Der Arbeitskreis tagt dreimal jährlich. Neben dem Informationsaustausch und der Diskussion aktueller Themen werden in Fachvorträgen und Projektvorstellungen unterschiedlichen Problembereiche erörtert. Geleitet und koordiniert wird der Arbeitskreis von einem Organisationsteam, die Geschäftsführung obliegt der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt. Zu verschiedenen Themenbereichen werden bedarfsorientiert Untergruppen und Arbeitsgruppen gebildet.

Seit der Gründung des Arbeitskreises wurden vielfältige Themen behandelt, Hilfseinrichtungen vernetzt und eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt. So fand 2003 ein großes Symposium zum Thema Opferschutz statt und es wurden mehrere Ärztefortbildungen zur Häuslichen und Sexualisierten Gewalt angeboten. Das in Kooperation mit der Fachgruppe Opferschutz des Kriminalpräventiven Rates herausgegebene Opferschutzhandbuch ist auf große Resonanz gestoßen und gibt Fachkräften und Betroffenen einen guten Überblick der vorhandenen Hilfsangebote. Das Opferhilfehandbuch ist in der Beratungsstelle kostenlos erhältlich. Sie können es auch unter der Rubrik Flyer/Broschüren und hier herunterladen.

Seit 2006 wird mit großem Erfolg das Projekt ASS (Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten) in Zusammenarbeit mit Kliniken aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Das Projekt ASS ermöglicht Opfern sexualisierter Gewalttaten eine anonyme und trotzdem gerichtsverwertbare Spurensicherung und –lagerung. Sie können sich den oftmals belastenden Schritt einer Anzeigenerstattung in Ruhe überlegen und haben dazu bis zu zehn Jahre Zeit, ohne dass eventuell wichtige Tatspuren verloren gehen. Die Betroffenen können sich nach einer Sexualstraftat in den meisten Kliniken in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis untersuchen lassen. Die Spuren werden dort mit einem speziellen Spurensicherungsset gesichert. Die Lagerung erfolgt im Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn. Unter einer Chiffrenummer sind sie dort zehn Jahre abrufbar und in Fällen einer späteren Anzeige gerichtsverwertbar. Mit dem Projekt soll nicht nur die medizinische Versorgung der Opfer, sondern auch die Strafverfolgung verbessert werden. Den Flyer zum Modell können Sie hier herunterladen.

Weitere Themen des Arbeitskreises sind z.B.: Zeugenbegleitung und Zeugenzimmer; Stalking, Gewalt gegen Frauen, Häusliche Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Opferschutzreformen, Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, Trauma, K.O.Tropfen.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis können Sie hier herunterladen:

Flyer zum Arbeitskreis

Organisationsteam und Mitglieder