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Leitfäden und Musterdokumentationen zur Anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftaten 

Seit dem Jahr 2006 gibt es im Raum Bonn Rhein-Sieg ein Verfahren zur Anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftaten, kurz ASS genannt. Träger und Koordinationsstelle des Angebotes ist der Arbeitskreis Opferschutz Bonn/Rhein-Sieg. Dieses fachübergreifende Netzwerk aus über fünfzig Institutionen und Fachkräften besteht seit 2001 und betreut neben der Organisation der anonymen Spurensicherung vielfältige Aufgaben und Themenbereiche im Kontext von häuslicher und sexualisierter Gewalt, des Kinderschutzes sowie allen Belangen des Opferschutzes.  

Das Modell ASS wurde entwickelt um Betroffenen sexualisierter Gewalt auch dann eine gerichtsverwertbare Spurensicherung zu ermöglichen, wenn sie sich nicht sofort für eine Anzeige entscheiden können. Damit haben die Betroffenen bis zu zehn Jahre Zeit, sich diesen wichtigen Schritt in Ruhe zu überlegen und können trotzdem auf eventuelle Tatspuren zurückgreifen. Nähere Informationen finden Sie auf dieser Homepage unter dem Titel „Anonyme Spurensicherung" und "Materialien zur Anonymen Spurensicherung".

Seit Bestehen des Projekts kam es zu zahlreichen Anfragen  aus anderen Städten in NRW und aus benachbarten Bundesländern. Seit 2015 fördert die Landesregierung örtliche Netzwerke für den Aufbau eines Modells. Seit Mitte 2015 wurde eine vorläufige landesweite Koordinationsstelle mit Trägerschaft bei der LAG autonomer Frauen-Notrufe in NRW etabliert. Bis 2017 ist eine flächendeckende Umsetzung der anonymen Spurensicherung im Land Nordrhein-Westfalen geplant. Wesentliche Impulse für die landesweite Umsetzung sind im Raum Bonn/Rhein-Sieg entstanden.  

Frau Dr. Mensching hat für den Arbeitskreis Opferschutz mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn neue Dokumentationsbögen für die ärztliche Untersuchung und Befunddokumentation entwickelt. Frau Dr. Doberentz vom Institut für Rechtsmedizin hat dazu Musterdokumentationen erstellt, die es den Ärzten und Ärztinnen erleichtern, diese Bögen gerichtsverwertbar auszufüllen. 

Die Bögen für den Raum Bonn/Rhein-Sieg sind hier abrufbar:

Untersuchungsbogen für Erwachsene

Untersuchungsbogen für Kinder und Jugendliche

Es gibt auch Bögen, die von anderen Städten und Gemeinden übernommen werden können, örtliche AnsprechpartnerInnen können ergänzt werden:

Untersuchungsbogen für Erwachsene

Untersuchungsbogen für Kinder und Jugendliche

Auch die Musterdokumentationen stehen für alle Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung:

Musterdokumentation Frauen

Musterdokumentation Männer

Musterdokumentation Kinder und Jugendliche